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Nucleoplastie

Was bedeutet Nucleoplastie?

Bei der Nucleoplastie handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Therapie bandscheibenbedingter Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Behandelt werden kleinere Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen, die den festen Fasering der Bandscheibe nicht durchbrochen haben und somit einem offenen chirurgischen Verfahren mit operativer Entfernung des Bandscheibenmaterials nicht zugänglich sind. Das Prinzip beruht hier auf einer minimalen Schrumpfung des gallertartigen Bandscheibenkernes. Durch den eintretenden Schrumpfungseffekt zieht sich die nach hinten zum Rückenmark vorgewölbte Bandscheibe zurück, der eingeengte Nerv wird entlastet, Beinschmerzen und Rückenschmerzen klingen ab.

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Wie ist der Ablauf einer Nucleoplastie?

Unter stetiger Röntgenkontrolle oder unter computertomographischer Durchleuchtung wird eine wenige Millimeter starke Kanüle in das Bandscheibenfach eingeführt. Nach Lagekontrolle in mehreren Ebenen des Röntgengeräts erfolgt dann das Einführen einer Sonde an deren Spitze die Applikation von hochfrequentem Strom möglich ist. Mithilfe dieser Sonde wird über den sogenannten Coblationseffekt schonend unter geringer Temperaturentwicklung Bandscheibengewebe aus der Bandscheibe verdampft und gleichzeitig abgesaugt. Die Sonde ist an ihrem Ende leicht gebogen, so dass unter Drehung und mehrfachem Vor- und Zurückschieben zahlreiche Kanäle in der Bandscheibe geschaffen werden, die idealerweise in ihrer Gesamtheit einem Kegel ähneln. Hierdurch entsteht ein Vakuumeffekt, der verlagertes Bandscheibenmaterial in den Bandscheibeninnenraum zurückzieht. Prinzipiell kann man sich einen vollständig aufgeblasenen Figurenluftballon vorstellen, aus dem etwas Luft abgelassen wird. Die Funktion des Ballons bleibt erhalten, das Gesamtvolumen wird nur gering vermindert, jedoch verschwinden die mit hohen Drücken belasteten Vorwölbungen. Übertragen auf die Bandscheibe kommt es hier zum Rückzugs des vorgewölten Bandscheibeninneren (Nucleus pulposus) und in Folge auch zum Rückzug des Faserringes. Der Druck auf die betroffene Nervenwurzel lässt nach, Rückenschmerzen und Beinschmerzen klingen ab.

Wie sind die Erfolgschancen und welche Risiken gibt es?

Die Erfolgschancen bei diesem Verfahren sind mit über 80% zufriedener Patienten sehr gut. Jedoch kann auch dieses Verfahren nur bei strenger und differenzierter Indikationsstellung zum Erfolg führen. Auch ist die Nachbehandlung in Form einer intensiven Rehabilitation zwingend erforderlich, um das erreichte Ergebnis zu halten, muskuläre Dysbalancen zu beseitigen und eine rückenschonende Lebensweise zu erlernen.
Grundsätzlich gibt es keine Operation ohne Risiko, allerdings lassen sich die operationsspezifischen Risiken, zum Beispiel die einer Nervenverletzung auf ein Minimum reduzieren, da der Patient beim Eingriff nur eine Dämmerschlafnarkose erhält. Dadurch ist die Möglichkeit der Kommunikation an entscheidenden Stellen der Operation mit dem Patienten möglich und so kann die vor allen Dingen beim Patienten gefürchtete Komplikation der Nervenverletzung mit Lähmungserscheinungen vermieden werden.

 


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1. Einführung der Leithülse in das betroffene Bandscheibenfach.

2. Vorschieben der Hochfrequenzsonde

3. Entfernung von überschüssigem Bandscheibenmaterial durch kegelförmige Bewegung der Sonde unter Stromapplikation.