Die Hüfte ermöglicht die umfangreichen Bewegungsabläufe der Beine und sorgt für eine Stoßdämpfung beim Gehen, Laufen und Springen.
Die folgenden Symptome sind Anzeichen für Störungen:
- wiederkehrende Hüftschmerzen
- morgendlicher Anlaufschmerz
- Steifheit nach Ruhephasen
- Bewegungseinschränkung
- Schwellung des Gelenks
- Knirsch- und/oder Reibegeräusche
Anatomie
Das Hüftgelenk verbindet den Rumpf mit den Beinen. Es ist ein Kugelgelenk, das aus der Hüftpfanne und dem darin gleitenden Hüftkopf besteht. Eine elastische Gelenklippe, das Labrum, liegt zur Vergrößerung der Auflagefläche und Kraftübertragung zwischen den Gleitflächen von Pfanne und Hüftkopf. Durch die Gelenkkapsel werden die Gelenkkomponenten miteinander verbunden. Die Innenseite der Gelenkkapsel ist mit einer Schleimhaut (Synovia) ausgekleidet, welche die Gelenkflüssigkeit erzeugt. Am Hüftgelenk ist die äußere Gelenkkapsel durch die stärksten Bänder des Körpers verstärkt. Diese Bandstrukturen, die vom Darmbein zum Oberschenkelknochen verlaufen, ermöglichen es dem aufrecht gehenden Menschen mit geringer Muskelkraft zu stehen. Zusammen mit den Sehnen der Hüftmuskulatur sichern sie die Stabilität des Gelenks. Gleichzeitig sorgen sie auch für dessen Beweglichkeit.
Um einen reibungslosen Bewegungsablauf des Hüftgelenks zu gewährleisten, sind beim gesunden Gelenk Hüftkopf und Pfanne mit einer glatten, bis zu 5 mm dicken Knorpelschicht überzogen. Diese elastische Schicht ist von einer Gelenkflüssigkeit umgeben, welche wie ein Schmiermittel fungiert und gleichzeitig den Knorpel ernährt. Unterstützt wird ihre Stabilität von den umliegenden Muskeln und Bändern. Eine Schädigung der Hüftbinnen- und -randstrukturen führt bei gleichbleibender Belastung in der Regel zu vorzeitigem Gelenkverschleiß, der so genannten Coxarthrose.

