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Was ist ein Karpaltunnelsyndrom? Ab dem 35ten Lebensjahr treten - vor allem bei Frauen - gehäuft Verengungserscheinungen an der Handinnenseite auf. Das Karpaltunnel-Syndrom wird verursacht durch Einengung des die Hand versorgenden Nervus medianus Schmerzen im Bereich von Zeige- und Mittelfinger und Daumen. Es kann zu Lähmungserscheinungen der Hand kommen, die Griffkraft lässt nach. Die Hand 'schläft' auch tagsüber ein, während nachts oft ein 'pelziges Gefühl' den Schlaf behindert. Das Karpaltunnelsyndrom umfasst Beschwerden, die durch eine andauernde Druckbelastung des Nervus medianus hervorgerufen werden. Dieser muss um seine Funktion an der Hand wahrnehmen zu können, eine anatomische Engstelle, den Karpaltunnel, passieren. Dieser befindet sich handgelenks-innenseitig und wird von dem gelenkverstärkenden Band, dem Ligamentum flexorum, und den Handwurzelknochen gebildet. Das Karpaltunnelsyndrom ist weit verbreitet. Am häufigsten tritt es im Alter von 40 bis 70 Jahren auf. Das Erkrankungsrisiko liegt bei acht bis zehn Prozent, wobei Frauen doppelt so häufig von der Erkrankung betroffen sind als Männer.
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Was passiert bei einem Karpaltunnelsyndrom?
Kommt es im Laufe des Lebens zu einer Verdickung des Bandes oder zu übermässigem Bindegewebswachstum, so wird der darunter liegende Nervus medianus zunehmend eingeklemmt. Es resultieren Schmerzen, Gefühlsstörungen und sogar Lähmungen im Bereich des Daumens, Zeige- und Mittelfingers. Da die Gefühlsstörungen insbesondere nachts auftreten, wird diese Erkrankung auch Paraesthesia nocturna (nächtliche Gefühlsstörung) genannt.
Ursachen des Karpatunnnelsyndroms
In den meisten Fällen lässt sich eine direkte Ursache für das Karpaltunnelsyndrom nicht ermitteln. Grunderkrankungen wie die rheumatodie Arthritis oder ein Diabetes mellitus treten häufig gemeinsam mit dem Karpaltunnelsyndrom auf.
Grundsätzlich lassen sich zwei Mechanismen für die Entstehung eines Nervenkompressionssyndroms unterscheiden:
Mechanische Irritation des Nerven durch Druck von außen durch:
- knöcherne Veränderungen nach Frakturen durch Fehlstellung
- Verrenkung der Handwurzelknochen
- Sehnenscheidenentzündung bei Rheumatikern oder bei Verletzungen
- Tumoren
- Ganglien
- Diabetes mellitus (Polyneuropathie)
- Amyloidose (Ablagerung von Eiweißprodukten)
- hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Schilddrüsenüberfunktion)
Wie erfolgt die Diagnosestellung?
Eine objektive Diagnosestellung neben dem klinischen Befund bietet eine neurologische Untersuchung mit Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit. Hier zeigt sich bei Druckschädigung des Nerven eine verminderte Nervenleitungsgeschwindigkeit im Vergleich zu einer normalen Nervenfunktion. Zusammen mit gegebenenfalls einer kernspintomographischen Bildgebung wird dann die Indikation für die weitere Therapie gestellt.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Im Frühstadium bietet sich die Behandlung mit lokaler Infiltration, physikalischer Therapie und Akupunktur an. Im fortgeschrittenen Stadium führt nur eine Operation mit Befreiung des Nerven, einer Neurolyse, zur Schmerzfreiheit und zur Wiederherstellung der Nervenfunktion.


