

- Hallux valgus
- Hallux rigidus
- Hammerzehe/Krallenzehe
- Hohlfuß
- Plattfuß
- Spreizfuß
- Ermüdungsbruch
- Achillessehnenreizungen und -risse
- Schneiderballen
- Fersensporn
- Haglundexostose
- Achsfehlstellung
- Sprunggelenkserkrankung
Ziel ist, Störungen der komplizierten Fußmechanik oder Veränderungen an Knochen oder Weichteilen rechtzeitig durch geeignete Maßnahmen gegenzusteuern.
Computergestützte Untersuchungsmethoden, die die Druckverteilung der Fußbelastung ermitteln und den genauen Gangablauf analysieren, helfen bei der Wahl der individuell richtigen Behandlung.
Untersuchungsmethoden:
- manuelle Diagnostik
- digitales Belastungsröntgenbild
- Ganganalyse
- Pedobarographie
Allgemeine Informationen und Fragen über das obere und untere Sprunggelenk:
Das Sprunggelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen Fuß und Unterschenkel. Es werden zwei verschiedene Abschnitte unterschieden:
- das obere Sprunggelenk (kurz OSG)
- das untere Sprunggelenk (kurz USG)
Wie ist das obere Sprunggelenk knöchern aufgebaut?
Das obere Sprunggelenk besteht aus drei Knochen - dem Schienbein (Tibia), dem Wadenbein (Fibula) und dem Sprungbein (Talus).
Die Beweglichkeit des oberen Sprunggelenkes findet zwischen der Knöchelgabel (Malleolengabel) und dem Sprungbein statt. Die Knöchelgabel wird durch den Außenknöchel (Fibula/Wadenbein) und den Innenknöchel (Teil des Schienbeines/Tibia)gebildet. Sie bildet für das Sprungbein (Talus) ein federndes Lager. Die Knöchelgabel ist eine u-förmige Gabel, die durch straffe Bänder gehalten wird. Diese straffe Bindegewebsbrücke - Syndesmose genannt - ist der wesentliche Anteil, der vorne und hinten Halt gibt.
Das obere Sprunggelenk wird auch als Tibiotalares Gelenk bezeichnet, da diese beiden Knochen die Hauptlast tragen.
Welche Bedeutung hat die Syndesmose am oberen Sprunggelenk?
Die Knöchelgabel (Malleolengabel) ist eine u-förmige Gabel, die durch straffe Bänder gehalten wird. Diese straffe Bindegewebsbrücke - auch Syndesmose genannt - ist der wesentliche Antei,l der vorne und hinten Halt gibt. Man unterscheidet eine vordere Syndesmose von einer hinteren Syndesmose.
Die Syndesmosenverletzung ist wichtig für die Einschätzungen von Verletzungen am Sprunggelenk, denn die Festigkeit und Stellung der beiden Knöchel (Malleolen) sind entscheidend für eine gute Sprunggelenksfunktion.
Welche weiteren Bandstrukturen gibt es am oberen Sprunggelenk?
Das obere Sprunggelenk wird wie alle Gelenke von einer Kapsel umgeben. Das Sprunggelenk wird auch von Bändern geführt. Diese stabilisieren das obere Sprunggelenk in Abhängigkeit von der Stellung des Sprunggelenkes und je nach anatomischem Verlauf der Bänder.
Es werden unterschieden:
- Innenbänder des oberen Sprunggelenkes
- Außenbänder des oberen Sprunggelenkes
Der Aufbau der Außenbänder ist klar strukturiert. Die drei Bandanteile werden entsprechend dem anatomischen Verlauf benannt und nach ihrer Funktion für das Sprunggelenk unterschieden. Das Band zwischen Wadenbein und Sprungbein wird in ein Vorderes und ein Hinteres unterteilt. Das vordere Waden-Sprungbeinband (Ligamentum fibulotarare anterius) und das hintere Wadenbein-Sprungbeinband (Ligamentum fibulotalare posterius) liegen fast in einem rechten Winkel zueinander.
Dazwischen liegt ein Band zwischen Wadenbein und Fersenbein, das Wadenbein-Fersenbeinband (Ligamentum fibulocalcaneare).
Welche Funktionen hat das obere Sprunggelenk?
Das obere Sprunggelenk ermöglicht uns die Bewegung zwischen Fuß und Unterschenkel. Es ermöglicht ein Heben und Senken des Fußes. Diese Bewegungen sind für das Abrollen beim Gehen wichtig. Außerdem kann man sich hierdurch beim Springen abstoßen. Es ist das am stärksten belastete Gelenk des Körpers. Das Sprunggelenk ist besonders verletzungsanfällig, weil sich beim Senken des Fußes die natürliche Stabilität des Gelenkes vermindert. Hierdurch kommt es häufiger zum Umknicken des oberen Sprunggelenkes. Die Bänder des oberen Sprunggelenkes können hierbei gedehnt, gezerrt oder zerrissen werden. Brüche des Knöchels, Knorpelschädigungen und Gelenkverletzungen können ebenfalls die Folge sein. Daraus resultierende Fehlstellungen und Fehlbelastungen sind die Grundlage für weitere Schädigungen des oberen Sprunggelenkes.
Wie viel Bewegung ist im oberen Sprunggelenk möglich?
Die Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk beträgt im Durchschnitt 46°; durch Kombinationsbewegungen mit den restlichen Gelenken der Fußwurzel erreichen wir für den Gesamtbewegungsumfang 60°.
Das untere Sprunggelenk ist deutlich komplexer aufgebaut als das obere Sprunggelenk. In diesem mehrteiligen Gelenk stehen Sprungbein (Talus), Fersenbein (Calcaneus) sowie Würfelbein (Os cuboideum) und Kahnbein (Os naviculare) in Kontakt.
Die Freiheitsgrade der Bewegung im unteren Sprunggelenk sind räumlich schwer vorstellbar. Es wirkt besonders beim Stehen auf schiefen Ebenen sowie beim Gehen in unebenem Gelände. Hier werden auch häufig Beschwerden geklagt. Die Führung des unteren Sprunggelenkes wird durch multiple Bänder erreicht. Hierdurch ist die Diagnostik und Behandlung des unteren Sprunggelenkes deutlich erschwert.

